Vorstellung der Neuzugänge zum ersten Saisonspiel

Neues aus dem Zebrastall

 

Ein hufiges Hallo an alle Zebrafans. Euer aller Lieblingszebrareporter freut sich euch 218 Tage nach dem Saisonabbruch in der Hellberghalle begrüßen zu dürfen. Um das eingerostete Handballverständnis wieder zu erneuern, gebe ich euch noch ein kleines Regelupdate. Handball findet nicht mehr im Grünen auf dem Acker von Bauer Berthold statt, sondern wird in der Halle gespielt. Fenner Harz ist mittlerweile ein Brotaufstrich und der Ball wird mit, für den Ottonormalverbraucher ungenießbaren, Trimona Harz beschmiert. Ziel des Spiels ist es nicht, sternhagelgranatenvoll voll den Schiedsrichter und den Gegner zu beleidigen, auch wenn das zugegebener Maßen verlockend klingt, sondern den Ball in feinster Diego Maradonna Manier ins Tor des Gegners zu befördern. Eines hat sich seit 1861 nicht geändert: „Lang dief“ ist der Ball immer drin.

Nachdem unsere Zebraherde leider letzte Saison ihren verwahrlosten Fußbusfahrer und  Zauberer Magic Marv, Katapult und Ballschleuderer Becker, sowie die kosovarische Ninjaziege Meti verabschieden musste, musste auch der Schnurrbartvirtuose und First Kid Moritz Dörr zurückgelassen werden, da sein Schlauchband nun zum dritten Mal einen Platten hat. An dieser Stelle wünschen wir unseren verflossenen Weggefährten Glück im Spiel und in der Liebe. Ihr seid jederzeit in der Hellberghalle, eurem alten Wohnzimmer, willkommen und seid eingeladen mit euren Kameraden ein bis zwölf golden geschäumte Wasser der ewigen Schönheit aus der Braumeisterei des Kaiser Karl zu vergenussferkeln.

Genug notorische Nostalgie. Die neue Saison steht vor der Tür und ein paar mehr oder weniger frische Bullen haben sich der Zebraherde angeschlossen. Aus der handballerischen Ödlandsteppe der heute gastierenden Hüttenstädter aus Völklingen sind der flinke Marius Merziger und der mittelflinke Alexander Saunus zu uns gestoßen. Die zweieinhalb Neuzugänge beackern dieses Jahr die rechte Abwehr- und Angriffsseite unserer Zebras und werfen beide mit der falschen Hand auf Tor, was sie zu etwas ganz Besonderem macht. Wobei Marius für die allsonntäglichen Linienläufe auf der Rechtsaußen-Position eigentlich ja nur ein ordentliches paar Laufschuhe benötigt und gar keine Hände braucht. Aber egal, für den Notfall sind die Spaghettiärmchen bereit zu zaubern. Apropos Spaghetti, diese verputzt unser Alexander gerne auch schon zum Frühstück im Müsli. „Ich war zwar noch nie klein, aber wie man (un)schwer erahnen kann, war ich als Kind schon ein guter Esser“ träumt er in unserem Interview vor sich hin und philosophiert munter über knackige Chicken Wings, knusprigen Schweinbach und saftige Rippchen. Währenddessen läuft dem Gourmet unter seinem formidablen Schlemmerschnurrbart das Wasser im Mund zusammen und fragt sich, wie wohl ein Zebrasteak schmeckt.

Neben diesen beiden Prachtexemplaren sind die beiden putzigen Zebrabambinis Enrico Sperger und Johannes Zeyer endlich flügge geworden und haben den Sprung in die erste Mannschaft geschafft. Energiebündel Enrico oder Ernie, wie er liebevoll von einer Mutter genannt wird, ist das Karate-Kid der HFI und momentan leider gehbehindert. Er hat seinen Gegner erfolgreich mit seinem astreinen Finishing Move „Ankle Breaker“ besiegt. Leider war der Gegner sein eigener Knöchel. Wir freuen uns dich bald wieder auf der Platte zu sehen. Gute Besserung!

Johannes Zeyer lässt alles etwas ruhiger angehen. Fast nichts kann den behäbigen und geselligen Zeitgenossen und reich beschenkten Sohn eines Bierbrauers aus der Ruhe bringen, außer natürlich die vierteljährliche Ausgabe der British Financial Times. Ansonsten ist sein Ausdruck so emotionsgeladen und vielfältig wie das botoxgestählte Gesicht von Carmen Geiß.

Die wandelnde Wade Max Laier komplettiert das Allinklusive-Kaderpaket der für die aktuelle Saison. Der Faschingsfetischist Max ist im Gegensatz zu seinem neuen Mannschaftskompagnon so vielseitig, dass er sogar in die Hülle einer anderen Person schlüpfen kann. Manchmal versucht er seine Mitmenschen zu täuschen und gibt sich seiner undurchschaubaren Leidenschaft, der Gestaltenwandlung, hin. Hier verkleidet er sich als Kopie von sich selbst  und nennt sich einfallslos „Tim“.

Auf der Bank finden sie noch ein neues geschmeidiges Gesicht. Dieses junge Gesicht gehört dem kollernden Koch Markus Kochert, der die wissenshungrigen Mäuler der Illtalgenossen mit allerlei Weisheiten stopft und unsere gute Fee Norman bei organisatorischen Dingen und dem Mentalcoaching unterstützt.

Damit auch von eurem rasenden Reporter ein herzliches Willkommen in der neuen Saison in der Hellberghalle an alle alten und jungen Spieler, Unterstützer, Gönner und Fans!


(Tor)hunriger Holz im Illtal-Interview

Co-Captain, Captain Holzi “Holzmann” Holz

 

Ich glaube, mein Kapitalistenschwein pfeift! Es ist schon wieder Heimspiel-Sonntag und das heißt: Zeit für unser wohltätiges Illtal-Interview. Heute zu Gast: Häppchen-Jäger Christoph Holz. Er ist ein alt bekannter Diener der illtalschen Krone und stellt seinen geschundenen, gebrechlichen Körper seit über 10 Jahren in den Dienst der ersten Herrenriege. Die Triumpfgeschichte von CH8 is a better Lovestrory than Twilight. Vom aufmüpfigen und respektlosen Jüngling, der gefesselt am Torpfosten stand, zum Co-Captain der Illtalherde und das nicht nur durch harte Arbeit, sondern auch dank einem inzwischen stattlichen Bierbauch und seinem fortgeschrittenen Alters - einfach romantisch. Mittlerweile durchziehen weiche Furchen das wettergegerbte, leicht eiförmige Gesicht, des früher so spritzigen dünnen Jungspunds. Offensichtlich sind die letzten Jahre nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Wie auch: Viermal die Woche schleppt der pummelige Pommespanzer seinen Kadaver in die Halle. Ein Mensch in dieser Halle macht das möglich. Ein Mann aus nordischer Abstammung, genannt Nordmann mit seinen heilenden Händen. Neben seinem Stammplatz in jeglichen saarländischen Restaurants hat unser CH8 auch einen Stammplatz auf der Massageliege von Physio und Mentaltrainer Norman Kohl. Dieser richtet seine Öffnungszeiten für akute Behandlungen stets nach dem dauerinvaliden Holz. Mit Hilfe der kohlschen Zauberfinger, Schmerzmittel und unzähliger Rollen an Tape wird sein Körper über die Woche zusammengeflickt, dass er am Wochenende auf der Platte stehen kann. „Das ist doch alles Hokus-Pokus-Fidibus, das einzige was meinem Körper Energie verleiht ist das kaiserliche Karlswasser aus der Homburger Urpilsquelle“ schmunzelt Christoph und zieht die nächste Flasche Urpils aus seiner Handballtasche, die bei genauerer Betrachtung ein Kasten Bier ist, eingehüllt in ein Stück Stoff im Illtaldesign. Der selbsternennte Jodeldiplomat und Snapchatjünger ist seit neuestem nicht nur Co-Captain der Illtalherde und Captain des BDVF (Bund Deutscher Vielfraße), sondern auch waschechter Captain wie im Film, mit Kapitänsmütze, leichtbekleideten Matrosen und sogar einem richtigen Schiff. Zusammen mit Captain Jack Sparrow und Captain Barbossa will er mit der Gorch Fock die 7 Weltmeere besegeln. Im heimischen Hafen der Liebe angekommen, hat Captain Chris seiner Piratenprinzessin Steffi die ewige Treue geschworen und schon für den Piratennachwuchs gesorgt.

Seid gespannt auf Seemannsgarn der sich gewaschen hat.

 

Zebra:     Ahoi Captain Chris Holz. Haste heute Handball-Hunger?

Holz:        Ahoi ihr Leichtmatrosen, heute wird Bingen abgefrühstückt.

Zebra:     In welcher Fernsehserie wärst du am erfolgreichsten? Dschungelcamp oder DSDS?

Holz:        Ich habe schon Pläne für meine TV-Karriere: Holz der Restauranttester, Kochen mit Chris, Das perfekte Holzdinner oder mein persönliche Favourit: Herz am Herd - alle Kochen, einer isst.

Zebra:     Mit dem Essverhalten eines ausgewachsenen Elefantenbullen (bzw. eines Grizzlies nach dem Winterschlaf) hast du einen Tagesbedarf von etwa 18000 Kalorien, wie stemmst du das?

Holz:        Ach… Für den Hunger zwischendurch mal ne Curryfriakdelle, ein Hühnchen, ne Pizza, drei Rahmschnitzel, zwölft Fleischkäsweck, und/oder Nudelsalat. Dazu dann noch ganz normal Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Ab und zu gönne ich mir aber auch eine kleine Nascherei, zum Beispiel zwei Döner oder vier Steaks.

Zebra:     Als Papst des guten Geschmacks hast du einen feinen Gaumen. Welch vornehme Speise befriedigt deine Geschmacksknospen am meisten?

Holz:        Gurkensalat Spezial. Das ist ein Salat ohne Gurken, stattdessen Schweinemedaillons und statt des Salats in Käse frittierte Pommes mit extra scharfem Gewürz. So liebe ich Gemüse.

Zebra:     Als Schatzkammermeister der HFI bist du gleichzeitig ignorant für Kritik, erbarmungslos, tyrannisch und willkürlich. Wie fühlt man sich als ausbeutender Despot?

Holz:        Ich sehe mich eher wie den Robin Hood der HFI, ich ziehe mit erhabener Willkür den Armen und den Reichen das Geld aus der Tasche und stecke es in meine Eigene. das was übrig bleibt wandert in die Mannschaftskasse.

Zebra:     Als Fan finnischer Freikörperkultur warst du mit deinem Schätzelein auf Kreuzfahrt in Finnland, 9 Monate später erblickte der kleine Finn das Licht der Welt. Gibt es da einen Zusammenhang? 

Holz:        Nein eigentlich wollten wir nur das Geld aus der Mannschaftskasse auf den Kopf hauen.

Zebra:     Welche spirituellen Rituale verfolgt ein Christoph Holz vor jedem Heimspiel?

Holz:        Ich verliere regelmäßig ein paar FIFA-Partien bei der Sonntags-FIFA-Runde mit den Mannschaftskollegen, oder wie meine Mitspieler den Tag nennen: der Kann-der-Holz-nicht-im-andern-Team-spielen-Sonntag.

Zebra:     Als „Alter“ im Team: hast du eine Lebensweisheit für die jungen Stritzer?

Holz:        Das Leben kann Spuren von Müssen enthalten.

Zebra:     Du hast eine tolle Familie gegründet, rettest Regenwald in Brasilien und hast von der prall gefüllten Mannschaftskasse die deutsche Bahn vor der Insolvenz bewahrt, was fehlt noch in diesem unglaublichen Lebenslauf?

Holz:        Ich schreibe gerade ein Buch mit dem Titel: Holz Heißhunger- dein Restaurant Guide. Es ist ein Ratgeber für Imbissbuden im Umkreis von 250 Km, mit privater Bestellhotline, Speisekarte und Lieblingsgericht. Es erscheint im Mai Springer Verlag und wird schon von der fachkundigen Jury (Jumbo (der Dicke von Pro7), Rainer Calmund und Jabba der Hutte (Starwars)) angepriesen.

Zebra:     Dein konkreter Tipp für heute?

Holz:        28:20 für die illtaler Zebras

Zebra:     Abgefahren. Wir sehen uns in der Halle.

Holz:        Petri Heil.


Roman Näckel

Robin „Roman“ Näckel

 

Prosit Neujahr und damit herzlich Willkommen zum ersten Heimspiel der Zebras im neuen Jahrzehnt. Auch 2020 erleben Sie im allseits beliebten Spieltagsheft Dörrs dümmliche Dokumentationen und Guthers geistreiche Glosse. In der Erstausgabe hat der rasende Zebrareporter ein ganz besonders weiß weiß gestreiftes Zebra zu Gast. Roman alias Robin Näckel oder wie er von seiner Freundin liebevoll genannt wird: Schneeweißchen. Glücklicherweise zeigt sich die globale Klimaerwärmung von ihrer besten Seite und sorgt dafür, dass es nicht schneit, ansonsten wäre unser Robin nämlich unsichtbar.

Zusammen mit Torwartkeeper Toki hütet der reiselustige Robin das Tor der Zebraherde und möchte im neuen Jahr die weiße Weste wahren.

Im Zuge des ständigen Versteckspiels mit der Sonne hat es den selbsternannten romänischen König der Vielfliegermeilen im letzten Jahr sogar bis zum Nordpol getrieben, wo ihn das Polarlicht überraschte und er sich dann doch noch einen Sonnenbrand abgeholt hat.

Das BAFF (Bundesamt für Farben) hat sogar unseren reinweißen-Robin eingeladen um das RAL-9010 (glanzweiß) neu zu konfigurieren. Robin ist also jetzt offiziell das weißeste Geschöpf auf diesem Planeten, noch vor der Schneeeule, dem Schneeleoparden und einer Milchtüte.

Zusammen mit Milchzahntiger Mees und Magier Marvin gehört der Radauantonym Robin zu den „Einbauern“, die sich das Snus (angeblich mental leistungssteigender Oraltabak, aber eigentlich eine grün-graue, müffelnde Gewürztüte von Oma) in den Hohlraum zwischen Zahnfleisch und Oberlippe stecken.

Als echter Globetrotter war der romantische Roman bei „Wetten, dass..?“ und wettete mit Gummibärchengesicht Gottschalk, dass er die Farbe der Innenausstattung jedes Flugzeuginterieurs von einer russischen Cessna bis hin zur Air Force One alleine am Geruch erkennen kann. Unglaublich!

Auf die Frage, was seine Liebste so an ihm schätze, antwortet er verlegen: „Das müsst ihr meine Zuckerschnute selbst fragen.“ Und genau das haben wir getan! „Oooh.. Aaah...“ stöhnte Lisa verliebt und verträumt. „Ach weißt du liebes Zebra, er ist zwar nicht der sexy muskulöse Sunnyboy, sondern mehr der schmale, dünne, blasse Informatiker-Typ, graue Haare bekommt er auch schon und mit seinen langen Beinen ähnelt er eher einer Heuschrecke oder einer Nudel, aber... Ja ich mag ihn schon ziemlich.“

Wir mögen ihn auch und zwar sehr! Unser Ruhepol und Zuhörer, unser Rückhalt im Spiel und unser aller ehrlicher Freund, den niemand im Illtal mehr missen möchte.

Ladies and Gentlemen, einen tosenden Applaus für Ron-Roman Näckel!

 

Zebra:     Hallo Robin. Wie geht’s, wie steht‘s?

Robin:     Palim Palim.

Zebra:     Du hast mehr Vielfliegermeilen als Indien Einwohner (1.296 Milliarden) und damit einen exorbitant großen ökologischen Fußabdruck. Was ist dein Beitrag zum Klimaschutz?

Robin:     Um den Zorn von Klimagöttin Greta nicht auf mich zu ziehen, habe ich die Patenschaft für südamerikanische Tropenwälder in der Größe des Hambacher Forst übernommen.

Zebra:     Du hast den letzten Sommer erfolgreich in der halbjährigen Polarnacht am Nordpol verbracht, um deine vornehme Blässe zu bewahren.Wie schützt du dich in der Heimat vor der Sonne?

Robin:     Für die tropischen Temperaturen im mitteleuropäischen Raum habe ich mir ein Regenfass Sonnencreme mit Schutzfaktor 50 zugelegt. Bevor ich meine Haut ungeschützt der Sonne überlasse, werde ich erst ein Bad darin nehmen. Dann klappt’s auch mit der nordischen Bräune.

Zebra:     Auf einer Skala von schwarz bis weiß, wie würdest du deine Hautfarbe einordnen?

Robin:     Nach der klassischen Schwarz-Weiß-Skala und der Hexadezimalnotation der Graustufentabelle irgendwo zwischen RAL 9020 reinweiß und Alpina polarweiß.

Zebra:     Auf dem Bolzplatz galt bei uns damals die Regel: Der Dicke geht ins Tor und der schlechteste wird Schiedsrichter. Wie kam es dazu, dass du als Strich in der Landschaft den exponierten Job des Torhüters gelernt hast?

Robin:     In lang vergangenen Kindheitstagen war meine Figur etwas korpulenter und in der Schulmannschaft wollte keiner ins Tor, also wurde ich in die Kiste gestellt.

Zebra:     Wenn du nicht im Tor gelandet wärst, welches wäre deine Position auf dem Handballfeld?

Robin:     Ganz klar, Linksaußen. Mein Dreher lässt unsere Außen und CH8 auch nach Jahren der Übung nur vor Ehrfurcht erstarren.

Zebra:     Dein Künstlername ist „The White Shadow“ und du hattest schon einige Rollen in bekannten Hollywood-Filmen. Erzähle uns mehr…

Robin:     Ich habe das Publikum mit einfachen Statistenrollen begeistert, wie beispielsweise die weiße Tapete bei Heinz Becker. Logischer Schritt: Hollywood klopfte an die Tür, da sie so überzeugt waren von meinem Hautton. Ich habe sogar den Schnee in GoT gespielt.

Zebra:     Nach deinem Schulabschluss wolltest du Zeit totschlagen und ein sog. Gap Year einlegen. Hast du die Kontrolle über dein Lotterleben verloren, du studierst mittlerweile schon im 11. Semester BWL? Wann fängst du damit an etwas sinnvolles zu lernen?

Robin:     Ich absolviere zurzeit eine Ausbildung zum Ziegenzüchter und werde nach Abschluss meines Studiums im 27. Semester dem Durmishi Monopol der Ziegenzucht ein Ende setzen. Vorher werde ich jedoch noch ein Gap Year einlegen.

Zebra:     Danke und viel Erfolg im Spiel und der Liebe!

Robin:     De nada.


Illtaltalk: Marvin Karl Mebus

Marvin “Kaiser-Karl” Mebus

 

Hallöchen zum Zweitadventlichen Zusammensein. Es liegt zwar noch kein Schnee, aber unser nächster Gast im Illtal-Interview könnte da etwas Abhilfe schaffen, denn er ist tatsächlich so weiß, dass man ihn leicht mit Schneewittchen verwechseln kann. Schnappen sie sich Glühwein, gebrannte Mandeln und Knoblauch, denn kurz vor der Winterpause gibt’s noch einmal ein Juwel im Morast der weihnachtlichen Kinderpunschromantik: kein geringerer als der Vierpfotenflüsterer und Schlaubier-Schlumpf Marvin Mebus.

Unter der Woche versalzt Punschmuckl Mebus Minimus mit Officer „dumm“ und Officer „nicht-ganz-so-blöd“ den bösen Buben im Unsichtbaren Bootmobil die Suppe und schnappt die Ganoven, die auch außerhalb der Adventszeit Fenster und Türchen öffnen. Dabei tanken die drei von der Tanke ausschließlich den Sprit des flüssigen Goldes, die Urmilch aller Kräfte, aus der Quelle des heiligen Karolus Montanus. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen seiner Körperspannung, die an eine um eine Gabel gewickelte Bandnudel erinnert, besitzt der nebenberufliche Einmannbiertrieb und minimal-muskulöse Marvin den schwarzen Gürtel im Streetfighten. Wenn es durch die Gassen schallt: „Böses im Busch“  nutzt der Schlauchband-Invalide altchinesische Nahkampftechniken, um seine Gegner schneller zu entwaffnen als diese „Hippopotomonstrosesquippedaliophobie“ sagen können und lehrt so den Bösewichten reihenweise das Fürchten.

Nicht nur im Gefecht schießt Urmilch-Marvin mit sogenannten „dicken Patronen“ und geht so scharf ran wie grüne Peperoni. Auch zum Anpfiff der dritten Halbzeit bewahrt Magic Marv ein karlsberg-kühles Köpfchen als Mannschaftswart für kohlensäure- und hopfenhaltige Erfrischungsgetränke. In diesem Amt erließ der exquisite Lokus-Nestbauer und Zeitnehmer für ausgeprägte ordinäre Darmpastetenabwicklungprozesse die Banana-Rama-Dekrete des dicken Dienstags, Mittwochs und Donnerstags (die sogenannte Goldene Woche des Karl). Diese besagen, dass spätestens 1,5 Millisekunden nach Abschluss des Trainings eine prall gefüllte Kiste Hopfenkaltschale mit einer Füllmenge von mindestens 20 Flaschen à 0,5 Litern und einer Temperatur ≤ 5 Grad Celsius höchstens 2 Fuß vor dem Hocker von Izn-Mebus bereitstehen muss. Das Männertee Mischgetränk Mixery hat auf den für gewöhnlich geselligen Wegbiergutheißer dabei eine ähnlich beruhigende Wirkung wie Cola auf Mentos. Wer diesen Flüssigschnitzel-Faktor verletzt, wird geächtet und aufs derbste mit unflätigen Neologismen beschimpft, sodass auch manchmal Tränen nach dem Training kullern. „Hasenhirn“, „Gesichtshässlicher“ oder „Frankenfred“ sind nur einige Paradigmen wilder wutentbrannter Wortakrobatik des weisen Würfelprofis und professionellen Bierologen.

Wenn der Milchmädchen-Marvin, der den Künstlernamen „Laurent Marchent“ trägt, nicht gerade in seiner Muttersprache wildfremde Menschen und/oder Mitspieler beleidigt, so flucht er fließend in feinstem Französisch. Aus diesem Grund hat der bierdürstige Bacchant auch zusammen mit Jean-Jacques-Jonas Guthiér (ausgesprochen: Gütiä) den Ruf als frenetischen Frankophilen inne. Zusammen erzählen sich die beiden beim Einwerfen immer französische Gutenachtgeschichten und unterhalten sich über die Renaissancedichtung in der Adelssprache des Mittelalters statt Pässe zu werfen – ein lohnenswerter Anblick!

Eine Schwäche besitzt Arbeitersekt Anbeter Mebus allerdings doch noch, denn er kann aufgrund seiner polymorphen Lichtdermatose nur des nachts auf die Straße. Wie Edward aus der Twilight-Saga ist unser milchweißer Marvin ein Vampir und meidet das grelle Sonnenlicht. In diesem glitzert seine Haut nämlich wie die kubische Modifikation des Kohlenstoffs in Oktaederform und nach wenigen Sekunden wird Munition-Marv feuerrot wie Languste Larry. Dieses Phänomen lässt sich alljährlich auf Mannschaftsfahrten begutachten, wenn er seine Liege neben Chris „Schlemmer-Cordonbleu“ Holz und Weißi „Weißbrot“ Meisberger parkt. Das kalkweiße Triumvirat ist deswegen auch allgemein bekannt als „Schattenparker“, denn sie vereinen zusammen weniger Sonnenstunden im Jahr als die Südlichen Orkneyinseln zwischen Argentinien und der Antarktis (ca. 7 Minuten 26 Sekunden).

 

Zebra:        Hallo Marvin. Könntest du bitte das Licht anmachen?

Marvin:      Guten Tacho Lampe, na, öfters hier?

 

Zebra:        Danke, gleich viel besser. Alles klar?

Marvin:      Logo. Alles gucci.

 

 

Zebra:        Das Jahr 2019 ist fast vorbei. Wie fällt dein Jahresrückblick aus?

Marvin:      Feuchtfröhlich, dank dem goldenen Saft von Kaiser Karl. Und bevor du fragst, wenn ich ein Gemüse wäre, wäre ich die Gurke des Jahres 2019.

 

Zebra:        Der Klassiker: liebster westeuropäischer Herrscher, saarländischer Berg sowie Brühwurstsorte in eckiger Pastetenform?

Marvin:      Karl der Große, Karlsberg (4,8 %) oder Höcher Berg und Fleischkäse.

 

Zebra:        Wie stehst du zur möglichen Länderfusion Rheinland-Pfalz-Saarland im Zuge einer Neugliederung des Bundesgebietes?

Marvin:        Jede Silbe wäre pure Verschwendung.

 

Zebra:        Welcher ist dein liebster Tag im Jahr?

Marvin:        Der 28. Januar, der Gedenktag des Heiligen Karl des Goldenen.

 

Zebra:        Bilde bitte einen Satz mit „Meerrettich“!

Marvin:      Der Rettungssanitäter spricht: „Einen schaff ich noch, Meerrettich nicht!“

 

Zebra:        Was wünscht du dir zu Weihnachten?

Marvin:      Ein neues Knie.

 

Zebra:        Gibt’s etwas, das du uns über die SG Sau Geil Saulheim sagen willst?

Marvin:      In meinem SG-Panini-Sticker Heft fehlt nur noch das glitzernde Mannschaftbild.

 

Zebra:        Dein Tipp?

Marvin:      25:22 für die Ritter des goldenen Karl.

 

Zebra:        Danke. Zum Abschluss bitte noch ein Weihnachtsgedicht!

Marvin:      Rosen sind rot, ein Sieg ist von Nöten,

                   Denn nach Abpfiff wollen wir uns Bier reinlöten.

 


Neuzugang Benjamin im Illtal-Talk

Das SMS-Interview

mit Philipp „Fipsi/Benni“ Kockler

 

Wir begrüßen heute all unsere (Handball)-Freunde und wir begrüßen Goalgetter Goran Garnele und die rosarote Speckmaus Paddel. Unser heutiges Must-Heft der Extraklasse handelt von keinem „wahren“ Neuzugang, sondern vom ewigen Jüngsten, der jedes Jahr auf’s Neue präsidial als jüngster Neuzugang in der Geschichte der HFI vorgestellt wird. Wir dürfen präsentieren: das allererste Illtaler Millenniumskind der 2000er, der funky-freshe Fipsi bzw. Bora-Bora Benni (benannt nach einem adriatischen Fallwind sowie einem Atoll in Französisch-Polynesien). Das Zebrafohlen kommt gerade zum dritten Mal frisch aus dem Stall der A-Jugend galoppiert und spielt seine erste reine Aktivensaison. Beim Anblick des bartlosen Benedikts könnte man doch glatt meinen „Was zum Teufelsfisch, der ist ja erst 12?!“. Das stimmt…

Aber seien sie versichert, hinter der Fassade unseres eisenbiegenden Benjamin Blümchens verbirgt sich ein Kollege der hart rockenden Zunft, der allerdings erst nach geraumen Mengen honigsüßen Rebensafts in seinem Lieblingslokal, dem salzigen Spucknapf, zum Vorschein kommt. Dann mutiert der bescheidene Blaubarschbenni zu seinem Superhelden-Ego Kockman und streift des Nachts um die Häuser, um die neunte Dimension zu retten. Ihm bleibt auch nichts anderes übrig, denn trotz massivem C2H5OH-Konsums, ist Breakdance-Benni total indiskotabel. Seine Dancingqueen-Skills sind auf einer Skala von 0-10 nicht nur unauffindbar, sondern auch noch negativer als die allgemeine Stimmungsmache gegen Saarlands Starministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Trotzdem ist der Jüngling jüdischer Abstammung (k)eine Bereicherung für jede Gesellschaft und das nicht nur weil Berserker-Benjamin sich auf Partys nicht bewegt oder nichts spricht. Benzinkanister-Benjamin ist so beweglich wie ein Benzinkanister, aber auch genauso cool. Er ist der Typ „harte Schale, harter Kern“.  Wie hart er ist? So hart, dass er auf Mannschaftsfahrten mit Kakteen kuschelt, die einem kantigen Kartoffelriff ähneln.

Auch beruflich hat sich der umsichtige Umweltwissenschaftler und Student regenerativer Energien die Rettung der Welt zum Ziel gesetzt. Deshalb trinkt der Hobby-Ernährungsberater nur noch Vollkornweizensprudel, oder wie die Schmelzer Dorfältesten es nennen: goldenes Männermineralwasser, denn er möchte den wertvollen CO2 absorbierenden Pflanzen nicht das Wasser wegtrinken. So verzichtet unser Baumfreund Benni morgens am Frühstückstisch auch auf Marmelade von Mama Mees und schmiert sich lieber Harz auf sein Brötchen. Von unserem Bambuszahnbürstenbesitzer stammt auch das dritte Newton’sche Axiom: „Handball ohne Harz ist wie den ehelichen Pflichten nachkommen, ohne Loch“. In leicht abgewandelter Form findet diese Maxime heute noch auf Auswärtsspielen immerwährende Präsenz.

Eine Schwäche besitzt der schweigsame Schmelzer aber doch: Bauchmuskel-Benni – so nennt ihn seine Großmutter immer - leidet an einer chronischen Lauch-Allergie. Diese ist auch der Grund, warum in seiner ganzen Wohnung verteilt so genannte Lauchmelder an der Decke hängen. Jene schlagen Alarm, sobald kleine Menschen, rothaarige Wichtel oder untertrainiert minderbrüstige Kerlchen das Reich des bankdrückenden Benchjamins betreten und leuchten roter als der irische Kreisläufer vom Tänzer-Verein-Zweibrücken (TVZ).

Der wagemutige und wortgewandte Waldbewohner aus den Schmelzer Landen stellte sich den Fragen unseres Zebrareporters und wir sind gespannt, was der bescheidene Benjamin in seinem präferierten Antwortformat, dem Monosyllabum, zu sagen hat.

 

Zebra:    Hallo Benni. Alles fit?

Filipp:    Ja.

 

Zebra:    Für dich Routine: stell dich unseren Zuschauern in einem Satz vor.

Fliplip:   Mein Name ist Benni, das ist hebräisch für „Sohn der rechten Hand“.

 

Zebra:   Was gefällt dir im Illtal am besten?

Phil:     Am Anfang, dass das Training so spät ist, da durfte ich immer länger als 22 Uhr wach bleiben.

 

Zebra:   Als Millennium umgibt dich die Aura der 2000er. Kannst du unserem schon etwas in die Jahre gekommenem Publikum, das natürlich stets jung geblieben ist, erzählen, wie es ist so jung zu sein?

Phillip:  Mein kleiner Freund steht morgens immer mit mir auf und damit meine ich nicht Janeck Jungblut, auch nicht Tim Groß. Ich habe noch ein bisschen länger Zeit als ihr, bis ich ins Gras beiße und statt eines Tabletten-Organizers liegt in meinem Nachttisch eine Packung Kon…fetti.

 

Zebra:    Der Klassiker: Lieblingsstaatsmann, -bundestagsabgeordneter, -elefant?

Filip:      Benjamin Franklin, Dr. Büchsenschütz-Nothdurft, Benjamin Blümchen.

 

Zebra:    Wer ist dein Vorbild in der Zebratruppe?

Pillip:    Jedes Mitglied in unserer Mannschaft besitzt Attribute, die ich bewundere.

ich bewundere Max für seine Zähne, Tim für seine Zwiebelfrisur, Meti für seinen Haarwuchs, Marvin für seine Ausdauer (an der Flasche), Robin für seine schlanken Topmodell-Beine, Marcel für seinen ausgeprägtes Gehörorgan und Moritz für seinen Schnurrbart.

 

Zebra:   Was sagst du als Anti-Bartträger zu diesem Problem: rasiert sich der Barbier, der genau diejenigen rasiert, die sich selbst nicht rasieren?

Phieliep: An der Bar stehe ich nur zum Becher ballern. Der Barbier macht seinem Namen alle Ehre, bringt mir Bier und dann rasiere ich die Crowd auf der Tanzfläche.

 

Zebra:    Welche Weisheit hast du von deinem Vater gelernt?

Villip:    Wenn du deine Unterhose verkehrt herum anziehst, hat sie das ganze Universum außer dir selbst an!

 

Zebra:    Was kannst du uns über VTZ Saarpfalz sagen?

Filippo:  Die Mannschaft ist ein starkes Mosaik aus vielen Nationen. Fähigkeiten, Qualität und Siegeswille aus aller Herren Länder treffen auf uns und wir müssen uns mit unserer autochthonen Moral im Heimspiel dagegenstemmen.

 

Zebra:    Dein Tipp?

Phips:    29:28 für die einheimische Mannschaft.

 

Zebra:   Merci beaucoup Monsieur Benjamin.

Philipp: Ich touchiere deine Sehorgane mit meinem Munde in gar zärtlicher Absicht. Ciao Bella Mozzarella.


Talentiertestes Talent der HFI

Das SMS-Interview

mit Jannik „Jungi“ Jungblut

 

Nach dreiwöchiger Pause gibt’s heute endlich wieder einen halbechten Neuling aus der Zebraherde vorzustellen. Der quasselnde Quallenquast der feinsten Art, dessen Name mehr Schreibweisen besitzt als Sterne in der Milchstraße existieren, hat als Kleinkind wirklich schon in Zebrabettwäsche geschlafen. Wir dürfen präsentieren: „Yannik“/“Jannik“/ “Janick“/“Yanick“/ “Yannick“/“Oh nein, Torsten, ich bin schwanger“/“Upps“ oder einfach nur „Jungi“. Seit gestern ist unsere Brillenschlange 21 Jahre jung, herzlichen Glühstrumpf vom gesamten Zebrareporterteam. Also würde er im Sport immer noch als Talent zählen, wenn er denn welches vorzuweisen hätte. Im Gegensatz zu ihm können sie unseren Kurzsichtigkeitslegasteniker schon von Weitem erkennen und zwar an seinen jungenhaft glatten Geschichtsstudenten-Gesichtszügen, wenngleich seine schmalen Augen durch seine backsteindicke Brille (die er sich übrigens von unserem Ehrenpräsident Erich „Eisenhower“ Hinsberger geliehen hat) viel zu groß wirken. Der Oli Pocher des Illtals gilt allerdings nicht als richtiger Neuzugang. Gerade erst hat unser Judas Jungblut sein Auslandssemester bei der HG Saarlouis zu Ende gebracht. Dort war er landläufig bekannt als der Blindeste unter allen Schmelzer Tiefseefischen. Auf die Frage, wie er überhaupt den Ball fangen kann, weil er ihn meist erst sieht, wenn er schon seine Nasenspitze küsst, antwortet der Knick-in-der-Optik-Inhaber Jungblut: „Ich bin eher so der Instinkthandballer, habe gute Ohren und einen ausgeprägten Geruchsinn. Das hilft mir dabei nicht so oft gegen die Wand zu laufen.“ Die Legende besagt, dass seine nicht vorhandenen Sehkräfte im kausalen Zusammenhang mit der Tatsache stehen, dass seine Schaukel früher auf beiden Seiten zu nah an der Mauer stand. Weil er früher gemobbt wurde und nie „Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst“ spielen konnte, ist er mittlerweile Spezialist beim „Blinde Kuh-Spiel“. Zu der Nominierung in die Blindennationalmannschaft sagt er entschlossen: „Im Auge des Betrachters war diese Nominierung augenscheinlich richtig, ich habe seit meinem 4. Geburtstag keine Blinde Kuh-Spiel mehr verloren.“

Trotz widriger Umstände meisterte der Maulwurf das schier unmögliche Pimmelfahrtskommando. Ungeachtet seiner Sehschwäche ist er schon in Jugendzeiten examinierter Schiedsrichter (für Schildkrötenrennen) geworden und Mentor Robert Hoyzer ist sehr stolz auf seinen Lehrling. Liebkosend wird der Schmalspurakademiker von seinen Eltern deshalb auch „du Pfeife“ genannt.

Ein flüchtiger Blick in das Tagebuch des schmackhaften Schmelzers verrät: Er war mal mehr als nur leicht angedickt wie eine gute braune Sauce, die es zum Rollbraten gibt. Doch diese Tage sind vergangen. Dank täglichen Saunagängen im Schneeanzug und dem „Mach-dich-krass-Programm von Muskelfetischist Daniel Aminati ist unser schmalschulteriger Schmelzer heute eine Art brillentragender Anti-Magic-Mike, den man zu Firmen-Weihnachtsfeiern buchen kann.

Wie Albrecht Dürer bereits vor 500 Jahren hat sich der Jüngling Jungblut die Käferperspektive zu eigen gemacht und gilt zusammen mit Tim Groß als kleinster Spieler in den Geschichtsbüchern der HFI. Manchmal fällt der 1,45m-Hüne von der Teppichkante und bricht sich dabei beide Schultern.

An dieser Stelle erlauben wir uns eine kurze tour d’horizon durch die Histoire  seiner Familie: Sein Vater Torsten, in sozialen Netzwerken gemeinhin bekannt als Saaradonis69, ist der Typ mit Pferdeschwanz (Frisur unbekannt) und Spiegelreflexkamera. Kuss auf dein Auge für die tollen Bilder! Jungi‘s Mutter ist die bezaubernde und ewig junggebliebene Meerjungblutfrau Tanja und Jungi’s Bruder (der winzige feuerrote Fuppert aus der A-Jugend) ist nach einer grünen Videospielfigur von Nintendo benannt und bedarf keiner genaueren Erwähnung. Darüber hinaus ist Jungi Pate: er steht nicht nur auf Kehlkopftaufen mit dem goldenen Osterwasser des heiligen Karolus, sondern benutzt Alkohol in der Regel öfters als seine Snapchatfilter, z.B. als Eau de Cologne vor jedem Spiel. Anschließend läuft er auf dem Parkett herum als hätte er beim vorabendlichen Rendez-Vous einmal zu viel selbst am Chloroform geschnuppert und gerät nur in gedämpfte Partylaune, wenn er regelmäßig auf Zeitstrafenfestivals mit seinen Meckertantenfreunden feiert.

Schließlich zwei Tatsachen, die vor allem für unser weibliches Publikum interessant sein dürften: erstens ist unser Jugendstil-Jungi ein näherer Verwandter der Langspielplatte (also single) und zweitens besitzt der Liebesdiener eine Vorliebe für Pokémon-Poster, polnisches Polonium und generell alles was mit „Po“ anfängt. Sehen wir mal, wie der einfache Mann Jungi Jungblut seine Milchspeiseeisprudukte zubereitet.

 

Zebra:    Guten Tacho. Allet jut, Jungi?

Janik:     Salve Hippotigris. Mir geht’s zebratastisch.

Zebra:    Stell dich unseren Zuschauern in einem Satz vor.

Jungi:     Hallo Zuschauer, ich bin Jungi und genau wie Tim der Kleinste im Team.

Zebra:    Beeindruckend ist deine Fähigkeit, aus nicht von der Hand zu weisendem Talent so wenig Karriere herauszudestillieren. Wie geht das?

Jannik:   Das schaffe ich nur mit der richtigen Ernährung. Angelehnt an alte Illtaler Trainingsmethoden gilt hier das Prinzip: „schwer und falsch“.

Zebra:    Vielleicht wirst du einmal Jungenpräsident im Team. Was wäre deine erste Amtshandlung als Präsident Jungmann?

Yanik:    Team Jung zu einer unschlagbaren Fußballmacht zu entwickeln. Aber ich weiß, dass das ein utopisches Gedankengut ist.

Zebra:    Der Klassiker: Lieblingsinternetseite, -schuppenechse und -geräusch?

Janick:   PorneliusHubert.com, Blindschleiche und dieses kleine Quietschgeräusch, das entsteht, wenn man zwei Gürkchen aneinander reibt.

Zebra:   Was sind die Vorteile deiner Sehbehinderung?

Jungi:    Ich brauche im Dunkeln keine Taschenlampe, muss mir keine teuren Filme kaufen, sondern kann alte Kassetten anhören. Zudem funktioniert der Anstolpertrick bei den Frauen sehr zuverlässig und beim Blindenfußball merkt niemand, dass ich eigentlich gar nicht komplett blind bin.

Zebra:   Wie merkst du dir deine Passwörter?

Yanic:    Ganz einfach: das Jahr, indem Herzog Abel das Graukloster in Schleswig-Holstein gründete: 1234.

Zebra:    Hast du eine Weisheit für unsere jungen Zuschauer parat?

Jungi:     Lieber eine Blinde im Bett, als eine Taube auf dem Dach.

Zebra:    Hast du einen Alltags-Hack für uns parat?

Jungi:     Ich verzichte bewusst auf Wattestäbchen, denn dann halten die in-ear headphones besser und man hat danach etwas echten Schmelzer Ohrschmalz zu naschen.

Zebra:    Wenn du kein Mensch, sondern eine Pflanze geworden wärst, welche wäre es?

Yannik:  Ganz klar Pimpernell, denn der passt wunderbar in den Salat und gehört genau wie ich der Gattung der Niedriggewächsen an.

Zebra:    Was kannst du uns über die HSG Völklingen verraten?

Yanick:  Völklingen wurde am 27. Oktober 822 als Fulcolingas erstmals erwähnt.

Zebra:   Danke, Jungi. Bleib geschmeidig.

Jungi:     Du musst gut kau’n,

Dann wird dein Kot gut braun.

Tschüsli Müsli.


Highlight Headcoach

Hallöchen Popöchen ihr schnuckeligen Handballfans,

heute präsentieren wir euch im Iltalinterview einen echten Leckerbissen, das Entrecôte der HF Illtal, den Mister Grey des Handballsports. Herzlich Willkommen Marcus Simowski. Die meisten werden ihn wegen seiner riesigen Pranken wohl unter den Namen Kohleschaufel-Karl, Bratpfannen-Bill oder Klodeckel-Dieter kennen. Diese Koselnamen treffen den Nagel auf den Kopf (Danke an die SF Budenheim für das Material zu diesem zugegebenermaßen schlechten Wortspiel). Simmi‘s Hände sind nämlich so groß wie die Ohren eines ausgewachsenen afrikanischen Elefantenbullen, nicht zu verwechseln mit den Ohren eines indischen Elefanten, die im Schnitt 1/3 kleiner ausfallen. „Als Hobbyinformatiker bei der Stadt Völklingen hilft mir das sehr, ich könnte mit einer Hand an zwei Computern gleichzeitig arbeiten, aber ich bin ja im Öffentlichen Dienst, da wird nicht gearbeitet“, erzählt der Workaholic und fragt im selben Atemzug nach der Kaffeepause. Wie unser ehemaliges Zebra und IT-Genosse Oli Zeitz hat auch Marcus überall Wlan-Empfang, der ihn glücklicherweise in unsere Hellberghalle gelockt hat. Bis zum Herbst 2018 folgte unser Lieblingsstaatsdiener noch einem Störsignal aus Willstätt, welches in der vorangegangenen Saison nach nur vier Wochen abgeschaltet wurde. Systemkonform agierte Coach MS auch dort mit Nullen und Einsen - Null Punkte in den Spielen und einer durfte gehen.

Mixerymowski, wie ihn seine langjährigen Freunde nennen, wurde von Gott mit der Fähigkite gesegnet, zuckerhaltige Pissbrühe mit X-Faktor konsumieren zu können, ohne ernste längerfristige Schäden davonzutragen. Dies führte sogar zu der Kuriosität, dass die Zebras eine Flasche Mixery in der wie gewöhnlich stark urpilslastigen Kiste nach dem Training vorfanden. Nach anfänglicher Verwunderung war das aber kein Problem mehr, die Halle musste ja auch mit irgendetwas gereinigt werden. Schon die erste Hülse des braunen Wunderelixiers des Kaisers Karl macht aus dem Coca-Cola-Klaus ein orientierungsloses Feierbiest mit leichtem Hang zum italienischen Schnulzensänger und einer Affinität zu Männern in Hochzeitskleidern. Am Morgen danach bricht beim staatlich geprüften Eros Ramazotti Double regelmäßig ein unerbittlicher Kampf ums Überleben aus und sein Körper flüstert ihm leise: „oh ragazzo, bastasse per la notte.“ (zu dt. bibbedi babbedi bubbedi, Junge du wirst alt). Doch davon lässt sich Salonheld Simmi nicht unterkriegen.

Der modebewusste alte Adiletten-Aficionado wird vom Auge ganz gerne gesehen und steht unserer Handbremse Näckel modisch in nichts nach. Die Hosen trägt die Tanzikone der 80er immerzu so high on fleek, dass die zeitlose Lationo-Lesart Ei-Lümmel-Ei-Kombination dezent angedeutet, aber nicht provokant präsentiert wird. Sunnyboy-Simmi setzt im Illtal nicht nur modisch neue Maßstäbe, also seien Sie gespannt was DJ Superior Simmi noch alles zu erzählen hat…

 

Zebra:    Hallo Mc Hammer Marus, wie geht’s dir?

Simmi:   Se bastasse una bella calzone (ich freue mich wie eine Pizza hier zu sein)

Zebra:    Wer ist dein Lieblingsspieler?

Simmi:   In my eyes it is so that I love my team over all.

Zebra:    Was war dein bisher schönster Moment im Illtal?

Simmi:   Die ritualisierte Vorführung des oberkörperfreien Illtalwalzers nach dem Auswärtssieg in Worms. Da mache ich das nächste Mal auch mit!

Zebra:    Wie gut kennst du dein Team? Wer hat den höchsten IQ, wem machen die üblichen 12 Bier nach dem Training am wenigsten aus?

Simmi:   Robins IQ ist nicht von dieser Welt und Jungenpräsident Max schnorchelt die goldenen Flüssigschnitzel easy runter.

Zebra:    Wer ist der Liebling aller Schwiegermütter?

Simmi:   Für den deutschen Schwiegerdrachen eindeutig Benjamin und fürs internationale Publikum Meti Mitsubishi.

Zebra:   Dein Nachname lässt auf eine Zusammenarbeit mit dem polnischen Geheimdienst und auf ein osteuropäisches Antlitz schließen, jedoch strahlt deine zarte Haut in einem Teint zwischen orientalischem Teppichverkäufer und deutscher Kastanie. Was ist dein Geheimnis?

Simmi:   Bübchen Creme und liebe Spieler verhelfen mir zu ewiger Jugend.

Zebra:    Du machst den Erfolg deines Teams gerne strikt an einem Tabellenplatz aus, was ist das Ziel dieser Saison?

Simmi:   Falsch! Ein fester Tabellenplatz kann für uns wie in den letzten Jahren kein Ziel sein. Zusammenhalt, Verantwortung und Begeisterung machen für mich dieses Jahr zu etwas besonderem. Am besten kann ich unser Ziel in einem kleinen Gedicht verdeutlichen.

                   …Wenn Manne schafft, was Mannschaft macht,

               ein Band als hart wie Stahl erschafft.

               Wo Illenfluss das Tal durchquert,

               ein jedem Feind der Sieg verwährt…

Zebra:    In altehrwürdiger Stiefmütterchentradition lässt du dich zu Hause gleich von 4 Frauen regieren. Was ist dein Rat an alle Unterdemschlappensteher?

Simmi:   Schwierig, da ich mit 1,90m Körpergröße nicht weiß wie es unter dem Schlappen aussieht. Regieren? Es lebe die Demokratie!

Zebra:    Das wars auch schon. Danke für deine weisen Worte!

Simmi:    Tschau Krakau.


Biss zum nächsten Heimspiel

Das sMs-Interview
mit David „Pfiffi / Bifi“ Pfiffer


Heroin-spaziert «Darf er das?» in die Manege des spritzigen Spezials rund um Neulingsrolf Pfiffi. Richtig gelesen, bei Pfiffi handelt sich nicht etwa um den Rufnamen eines läufigen Hundes, sondern tatsächlich um einen echten Zentauren. Wer zum Blaubarsch denn den wunderprächtigen Namen Pfiffi trägt, fragen sie sich? Na unsere heutige sozialistische Sättigungsbeilage: David, the one and only Snaffel- Bite-Bifi, Pfiffer, geboren in Saarbrücken im Jahre 1354 des burmesischen Kalenders, in einer Zeit als Tinder noch Studi VZ hieß und der Adel noch Französisch sprach. Der Name des Freundes argentinischer Telenovelas entsprang der Pfiffigkeit seiner reizenden Freundin und ist die Onomatopoesie der Stichflamme, mit der Romantikrolf Pfiffer ihre Liebe entfachte. Genauso explosiv schießt sich Pfiffikus auch
in die Herzen unserer Zuschauer. Selbst die, die ihn nicht zu kennen vermögen, haben sicher schon mal von ihm gehört, schließlich kennt jeder die Beleidigung „Bleib mir wo der Pfiffer wächst!“. Damit gemeint ist sein Heimat- „Dorf“ Perl. Im eigentlich schon zu Luxemburg gehörenden Reich der Perler Paarhufer verbrachte der Weinkenner mehr als die Hälfte seines lehramtlichen Lebens. In der anderen
spielte Pfadfinder Pfiffer in Merzig Handball, in der er als Mittelmann-Metronom pfiffig bis zum Abpfiff taktete. Fortan trieb es den Halbluxemburger wie ein zum Laichen gegen den Strom schwimmender Lachs saaraufwärts in Richtung der Ill-Metrolpolregionen. In den Augen des Lustmolchs steht ständig der melancholische Hochnebelblick der Nacht, den er öfters als seine kurzen Hosen trägt, sowie die
Tatsache, dass unser Usurpator weltweit der einzige Mensch ohne Handinnenflächen, dafür aber mit doppelt so viel Zahnfleisch ist. Mit seinem nigelnagelneuen Audi A4 allroad quattro in der Visage muss unser Pfadfinder Pfiffer den Vergleich mit James Bond’s Beißer nicht scheuen und hat keine Probleme sich durch sämtliche Abwehrreihen durchzubeißen.

Nebenbei ist unser römischer Plagiator angehender Magister der Mathematik und frühzeitliches Storytelling. Doch die eigentliche Härteprüfung hat der Lehramtslüstling noch vor sich: Die Generalprobe auf dem Weg zum eigenverantwortlich verstaatlichten Korrekturensohn, kurz das Referendariat. Bifi studiert derzeit noch Punchlines bei Kollegah in der Römerstadt Augusta Treverorum. Kostprobe gefällig? „Nimm das du gewöhnlicher kleiner Schüler:

Ich weiß nicht, ob du aufs Klo kannst, aber du darfst!“ Bei seinen Schülern ist der kleinkarierte Korrektur-Kohort jedenfalls beliebt.

Erselbst schwärmt: „Sie sind so matheverrückt, dass sie in den kleinen Pausen die Kreiszahl π gefolgt von „mmel“ an die Tafel malen.“ Den lustigen Lehramtslümmel Pfiffer freut’s. Sonntags, sagt der Hacky-Sack-Sammler, geht er immer in seinen Kräutergarten und zieht Wurzeln oder pflückt seinen Lieblingspilz, den Schelmenpfifferling, wenn er sich dabei nicht den großen Zeh stößt. Eine offene
Schwäche hat der Speisepilzsammler uns auch verraten: Pfiffikus hat panische Angst vor „Sperre-Absetzten“ und Grizzliebären. Räume, in denen sich ein oder mehrere Grizzlies befinden sind für ihn ein absolutes No-Go. Selbst ein harmloser Wombat treibt ihm Schweißperlen auf die etwas zu lange Stirn. Und jetzt stellen sie sich mal vor, wie sich der perler Pfifferling vor kleinen runden Brotdorfer Fellknäulen à la Till Bost fürchtet, die den Tanz des Sperre-Absetzens beherrschen.

Sind wir also gespannt was unser Bifi sonst noch von sich erzählt.

Zebra: Hallo Pfifffffffffi. Alles dufte?
Pfiffi: Buon Giorno, John Porno. Alles roger in Kambodscha.
Zebra: Mit wie vielen f schreibst du dich denn jetzt?
Pfiffi: 2 bis 10 bzw. eine beliebig wählbare reelle Zahl.
Zebra: Stell dich unseren Zuschauern in einem Satz vor.
Pfiffi: Ich bin Bifi, alt und größer als Jonas G. aka Jonny G-Force.
Zebra: Hast du schon mal daran gedacht, Zahnmodel zu werden?
Pfiffi: Trotz meines Colgate-Lächelns überlasse ich das lieber unserem Hasenzahn Max. Aber ich kaue gerne Erdölderivate.
Zebra: Du bist neben dem Handball auch im Canasta Club Krettnich aktiv. Was macht diesen Sport für dich besonders?
Pfiffi: Eigentlich plane ich dort nur die Abschlussfahrten.
Zebra: Der Klassiker: Lieblingstee, Lieblings-TV-Sender, Lieblingsfunktionsvorschrift.
Pfiffi: Pfifferminze, ZDF History und ???ℎ(?) = 1/2 (?? − ???)
Zebra: Wenn du eine mathematische Funktion wärst, welche wäre es?
Pfiffi: Eine Exponentialfunktion: ich bin immer positiv und das Gegenteil von (Loga)Rhythmus. Meine Freundin würde sagen das Gauß‘sche
Fehlerintegral.
Zebra: Wie hoch war nochmal die Haftstrafe, zu der Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort verurteilt wurde?
Pfiffi: 47 Monate, was der doppelten Lebenserwartung der Wanderratte entspricht.
Zebra: Nenne uns deine größte Schwäche!
Pfiffi: Mein linker Bizeps, eine aggressive Deckung und meine fußballerischen Fähigkeiten. Achja, und NS-Dokus auf n-tv. Da schlaf ich sofort ein.
Zebra: Was beherrschst du aus dem Effeff?
Pfiffi: Sprungwurf zur Hand am Tor vorbei, den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung sowie alle Habsburger Kaiser von 1527 bis 1803.
Zebra: Was kannst du uns über den TV Mülheim verraten?
Pfiffi: Da geht man zum Haareschneiden in den Puff und spricht isländisch.
Zebra: Dein Tipp?
Pfiffi: 3?? zu ?? + ?
Zebra: Oh schon 8 Uhr, Zeit für die Tagestschau!
Pfifi: Bis baldrian.


Spielervorstellung: Torwart-Keeper Krumm

Tobias „Toki“ Krumm

Heute begrüßen wir in unserer Ritter der All-You-Can-Eat-Tafelrunde: Tobias Krumm, Lord Lummerschied der Barmherzige aus den Wemmatia Wäldern. Jahrhunderte lang gewahrter Edelmut des Krummschen Familienvermächtnisses mündeten in der Namensgebung der amerikanischen Kaufhauskette TK Maxx. Der Konzern übernahm seine Initialen (die nicht etwa für Vor- und Nachname, sondern für Torwart-Keeper stehen), weil er einfach so dufte ist. Funfact zu Beginn: Im Jahr 1868 stürzte der Erste aller Konkav-Krümmungs-Krumms,
nämlich Tokis Urururgroßvater Toki Wan Kenobi als letzter Shogun der östlichen Halbmondinsel den Kaiser Meiji und gründete die heutige Millionenmetropole Tokio (jp. 東京, dt. Toki).
Hogwarts-Hooligans kennen unseren trolligen Toki sicher aus dem Kino. Richtig, es handeltsich tatsächlich um den bulgarischen Zauberer Viktor Krumm (bulgarisch Виктор Крум) aus Harry Potter und der Feuerkelch. Wenn unser Tokio Hotel Frontmann und Teenie Schwarm
der 2000er nicht gerade an trimagischen Turnieren teilnimmt, liest er, und zwar am liebsten seine Autobiografie „Ich bin dann mal Krumm“. Dabei hat der Literaturpapst außer der leichten Musik Mozarts nichts an. Man stelle sich vor: Gottesgleiche Ästhetik steigt im Rauch
seiner Dunhill Seven-Headed Mouse Pipe auf und hüllt den literarischen Salon in einen adelsgeschwängerten Dunst aus sophistikateten Schlechtwertigkeiten. Für Individuen, die ihren intellektuellen Erwartungshorizont ignorieren, ist in der Gegenwart von Turbo-Toki
kein Raum. Unter den Fließgewässern ist unser Tiramisu-Tobi der stille Bergsee, so tief, wie die Liga der Außergewöhnlichen (Handballer) des Provinznests im heiligen Wald. Seine Handball-Vita jedenfalls liest sich schneller als der Wetterbericht der Bildzeitung:
Itzenplitzer Ritzenflitzer und die HWE Homburg Karlsberg-Erbach. Sein nächster Halt: Legendenstatus. Daran arbeitet der antiinfluenzierende Food Blogger zurzeit mit jeder Faser seines adonischen Körpers. Die Diät „Friss die Hälfte“ nimmt er wörtlich: die Hälfte vom Kuchen. Doch er hat diese komplexe Formel entschlüsselt und um die bis dato unberührte Variable seines Weidloches erweitert. Er verspricht geruchsintensive Erfolge schon ab der ersten Anwendung seines bahnbrechenden Diätprogramms „Kack das Doppelte“.
Kombiniert mit den schon lange im Illtal etablierteren Trainingsmethoden „Schwer und Falsch“ und „Qualität kommt von Qual“ gönnt sich der tollkühne Toki lediglich drei Cheatdays unter der Woche. Aus Käsekuchen-Krumm wurde Krosse-Krabbe-Krustentier-
Krumm. Ratz fatz wuchsen Krummfuß Krumm Ankerarme und seine beachtlich bombige Bikinifigur nahm mit fortlaufendem Konsum von heiligem güldenem Gebräu prickelnder Natur, gebraut von Kaiser Karl, transformatorische Formen an. Ab jetzt braucht man für ihn
kein Wörterbuch mehr, denn er ist definiert.

Sind wir also gespannt was der hopfnungsvolle Hopftimist im Illtal-Interview von sich hopft.

Zebra: Hi, Toki. Stell dich unseren Zuschauern in einem Satz vor.
Toki: Hi, Zebra. Wenn ich du wäre, wäre ich ein Zebra.

Zebra: Was hältst du von der Theorie, dass seit der Firmengründung 1994 nur etwa 20 Packungen Mon Cheri existieren und diese weltweit als unbeliebte Geschenke rotieren, weil sie niemandem schmecken?
Toki: Man verschenkt doch kein Essen. Ich esse alles und gebe meinen Freunden ein Küsschen.

Zebra: Identifizierst du dich eher mit einer Sexbombe oder einem Toastbrot?
Toki: Definitiv mit Diät-Margarine bestrichenes, glutenfreies Vollkorn-Toastbrot. Mich mag einfach jeder.

Zebra: Als bekennender Bauchbuddhist würdest du auf welcher Stufe wiedergeboren: Fensterbank, Breitmaulfrosch oder Karl Lagerfeld?
Toki: Als Einhorn, das sind vegane Zebras.

Zebra: Nenne drei Dinge, die scheiße und geil zugleich sind.
Toki: Damenhandball, Klimaschutz und ich beim Kicken.

Zebra: In einem Schnupperkurs im Fitnessstudio hast du semi-gute Erfahrungen gemacht. Was war da los?
Toki: Ich wusste nicht, dass Adiletten als Sicherheitsvorschrift gelten und dann haben sich meine Schnürsenkel im LIDL- Laufband an der Kasse verheddert. Das war kein schöner Anblick für alle Beteiligten.

Zebra: Ins Studium des nachmittäglichen Fernsehprogramms investierst du sehr viel Zeit und Herzblut. Welche Filme schaust du am liebsten?
Toki: Mit meiner Freundin schaue ich am liebsten Filme, bei denen man am Ende ein Taschentuch braucht wie z.B. Der Letzte Tango in Paris.

Zebra: Du nimmst Gegentore als persönliche Beleidigung. Was sonst nimmst du jemandem krumm?
Toki: Wenn es nach dem Training keine Light-Getränke ohne Zuckerzusatz gibt.

Zebra: Du bist ein echter Zauberer, nicht wie Harry Potter, verrätst du uns das Geheimnis deiner Maggi?
Toki: Das erlaubt der Zaubererkodex leider nicht, aber nimm dich in Acht liebes Zebra, ich kann warme Luft zum Stinken bringen.

Zebra: Was kannst du uns über Vallendar sagen?
Toki: dumdudelumdum dumdudelumdum dumdudelumdum HVV.

Zebra: Dein Tipp?
Toki: Tunk deine Pommes in den McFlurry, dann schmeckt das wie ‘ne Waffel.

Zebra: Danke für die Mühe und viel Erfolg!
Toki: Bitteschön und bis Spätersilie!


1 neuer Kanadier im Team

Tim „Fussel“ Groß   

Der spannendste Spaß auf Zellulosebasis geht mit einem turbostarken Kracher in die nächste Runde. Doch zu Recht fragt sich der eifrige Leser: „Ist die Zebraredaktion verrückt?? Warum ist das SMS-Interview in einer anderen Schriftart als gewöhnlich gedruckt?“ Keine Angst, unser heutiger langhaariger Gast Trillerpfeifen Tim Groß hat auf die Schriftart Tims New Kanadian behaart, da unser mopsiger Maple Leaf-Tim diese noch so aus Kanada gewohnt ist.

Unser neuer Regie-Rolf hat den Hype gebunkert und sorgt regelmäßig für mittelschwere Swag-Beben als Stunt Double von Honigschleckermäulchen Winni (Timmi) Puh. Sein Sternzeichen? Skyrrrrrr. Sein bester Freund? Struppi. Alias? Timpossible. Oder die kleine Lokomotive. Unser kanadischer Snowbird ist benannt nach Timotheus, dem griechischen Gott des Weines, der Muße und der Rechtschreibfehler. Auch seine Eltern, Verkehrspolizist Karl-Heinz Kallen-Karl Kalle und „Sabine, Sabine, Party in der Kabine!“-Sabine weisen göttliche Züge auf und haben ihren kleinen schnuckeligen Timi mit größter Sorgfalt zur ausgebildeten Clubmaschine erzogen.

Lange Rede, kurzer Gin: Tim Tonic hat eine offene Schwäche für chininhaltige Erfrischungsgetränke, die im Schwarzlicht leuchten. Doch unser Longdrink-Lüstling besitzt noch ganz andere Qualitäten. Für seinen hart-heftigen Hüftwurf ist er so bekannt wie Großbritannien für seine zügigen EU-Austritte und sein Beachvolleyball-Aufschlag gleicht dem Fluchtverhalten eines Lepus europaeus (= deutsch/ kanadischer Feldhase), was ihm den Spitznamen Timmy Haas beschert hat. Eigenen Angaben zufolge soll er sogar Gemeinsamkeiten mit Tom Brady haben; diskret versucht er in nahezu jeder Konversation darauf hinzuweisen, dass er den gleichen Brustumfang wie der amerikanische Footballstar hat und dass dieser wegen seiner Ähnlichkeit sogar Tim Brady genannt wird.

Der Wannabe-Eishockeyspieler, Surfer, Skilehrer, anmutige Aquajogger, Mountainbiker, Hitchhiker, Würstchenbudenaushilfe, Nine-Eleven- und Mondlandungs-Leugner ist aber vor allem eins: Der süße, leicht pummelige ewige Ersti. Seit dem Wintersemester 2018/19 ist Tim in der Weinmetropole Landau auf der Suche nach der Nadel im Hoehaufen. Augenzeugen berichten, dass Tim Toupet im Umgang mit seinem spitzenmäßig passenden Endstück (eine nordsaarländische Volleyballspielerin) gewisse Züge einer polternden Singer-Nähmaschine aufweist. In Landau teilt sich Lokomotiven-Liebhaber Tim Knopf mit seinen WG-Mitbewohnern (der schleichende Storch im Salat und Muskelbob Moustachee-Mozeps) ein Penthouse-Apartment, denn Geld spielt für ihn keine Rolex. Ein bescheidenes Studentengericht des hilflosen Hobbykochs? “Gemüse mit Reis, das schmeckt nice! Dazu noch ein edles Bier, Öttinger, ja das lob ich mir!“

Timbuktu-Tim ist außerdem der Namensgeber des Trinkspiels „Tim Gin“: sobald Tim im Gespräch wieder erwähnt, dass er mal in Kanada war, müssen alle Spieler einen Gin-Shot trinken. Gewonnen hat, wer als Letzter noch stehen kann oder selbst nach Kanada auswandert. Probieren Sie es einfach einmal aus. Doch Vorsicht! Sie könnten sich dabei an ihm verbrennen, denn dieser Boy ist echt lit.

 

Zebra:    Guten Tacho Tim. Stell dich unseren Zuschauern in einem knappen Satz vor!

Tim:       Hi, ich bin Titti-Timi und war mal in Kanada.

Zebra:    Was nervt dich an langen Haaren am aller meisten?

Tim:       Dass sie mir bei jedem Schluck in meinem warmen Kakao hängen.

Zebra:   Was war das schönste Ereignis, das du als Skilehrer in Vancouver erlebt hast?

Tim:       Ich hab‘ immer auf Englisch geträumt und fühle es immer noch . Das war – wie sagt man auf Deutsch? Achja – nett.

Zebra:    Meet & Greet mit Timberlake oder ein paar Timberland Schuhe geschenkt?

Tim:       Eine Umarmung von Justin Bieber, der ist Kanadier.

Zebra:   Als wandelnde Funfact-Datenbank hast du sicher immer ein paar Pfeile im Köcher?

Tim:       Ach ich weiß nicht so genau, aber hast du gewusst, dass Nummernschilder in den Nordwest-Territorien Kanadas die Form von Eisbären haben?

Zebra:    Wie verträgst du das allwöchentliche Pendeln in deine weinhaltige Wahlheimat Landau?

Tim:       Wie ein Glas Rotwein an einem warmen Sommerabend.

Zebra:   Nomen est omen. Bei dir ist dein Nachname nicht Programm. Du bist mit Abstand der kleinste im Team. Wie kompensierst du dieses Größendefizit?

Tim:       Ich steck mir zwei Packungen Tempos in die Schuhe. Außerdem stehe ich auf Mannschaftsbildern immer auf den Zehenspitzen,     ohne dass es jemand merkt.

Zebra:    Erzähl uns eine Anekdote aus deinem Studentenleben!

Tim:       Der Teller ist warm, das Essen nicht, Mikrowellengedicht.

Zebra:    Wie viele Bücher hast du denn schon in der landauschen Bibliothek ausgeliehen?

Tim:       Bisher nur das Playbook des Gegners (siehe Handshake zu Beginn des Spiels).

Zebra:    Was kann die HSG Kastellaun-Simmern besonders gut?

Tim:       Ohne Punkte nach Hause fahren.

Zebra:    Dein Tipp?

Tim:       32:20.

Zebra:    Das war’s auch schon. See you later Alligator!

Tim:       Vielen Dunk und bis later du geiles Zebra.